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Arbeitsgemeinschaft für Bau und Reparatur von Natursteinarbeiten
 
 
 
 

 

Was ist eine Trockenmauer?


Trockenmauern sind Natursteinmauern, die ohne Mörtel gebaut werden. Die seit Jahrhunderten angewandte Bautechnik ist noch heute in allen Erdteilen anzutreffen. Mit Trockenmauern wurden Häuser und Ställe gebaut, Wege angelegt, Hänge terrassiert, sowie Kulturland und Weiden abgegrenzt. Land und
Siedlungen wurden mit Trockenmauern vor Hochwasser, Lawinen und Erosion geschützt. Noch heute prägen die Natursteinbauwerke die Kulturlandschaften und stabilisieren das ökologische Gleichgewicht unzähliger Regionen rings um den Globus.

 

 


 
 


Das uralte Handwerk hat sich neben den anonymen Bauten der ländlichen Kultur im Laufe der industriellen Revolution zu einem ingenieurmässigen Bauwesen entwickelt. Das Aufkommen neuer Baustoffe nach dem 2. Weltkrieg hat das arbeitsintensive Handwerk des Trockenmaurers zunehmend verdrängt. Deshalb ist das handwerkliche Geschick und das technische Know-How zusehends verloren gegangen.

 

 

 


 
 


Grundsätzlich wird im Zusammenhang mit den Kulturlandschaften zwischen freistehenden Weide- und Grenzmauern und den Stützmauern unterschieden. Bei den Stützmauern werden verschiedene Typen je nach Anforderungen und Belastung gebaut. Bei historischen Bauwerken sind sowohl verschiedene Häuser, Vorratskammern, Unterstände wie auch Brücken, Saumpfade, Passstrassen und Schutzbauten in trockener Bauweise erstellt worden.

 

 

 


 
 


Die Tradition der Steinbearbeitung geht in Bau und Kunst bis in die antiken Hochkulturen der Ägypter und der Griechen zurück. Die Übergänge vom Bauwesen zum Kunstwerk sind ebenso fliessend, wie die Abgrenzung zwischen anonymen Trockenmauerbauten und ingenieurmässigem Mauerwerk. Deshalb ist es nicht immer einfach Grenzen zu ziehen zwischen Trockenmaurer und Steinmetz, Ingenieur und Künstler. Obwohl das Hauptwerkzeug des Trockenmaurers noch immer der Maurerhammer ist, werden heute technische Hilfsmitteln und Maschinen verwendet.

 


 

 
 


Je nach Ansprüchen des Auftraggebers vermischen sich Techniken und Werkzeuge in der Umsetzung eines Mauerbauwerks. Die Kunst des Trockenmaurers besteht im geschickten Auswählen und Zusammenpassen der vorhandenen Steine. Deshalb spielt ein geübtes Auge, kreatives Vorstellungsvermögen und schliesslich die Erfahrung mit verschiedenen Gesteinen eine wichtige Rolle.

 

 


 

 
 



Im Gartenbau hat die Bedeutung der Trockenmauern in
den letzten Jahren dank ihren ästhetischen und ökologischen Eigenschaften zugenommen. Sowohl Treppen und Stützmauern, wie auch Natursteinpflästerungen sind inzwischen beliebte gestalterische Elemente im Garten, die dem alten Steinhandwerk wieder Auftrieb verliehen haben. Der fliessende Übergang des Trockenmauerhandwerks zum Steinmetz öffnet die künstlerischen und kreativen Freiheiten des Maurers. Ziel bleibt es ökologische und ästhetische Ansprüche im Gartenbau miteinander zu vereinen.

 


 

 

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